Abgekündigte Baugruppen – ein Fallbeispiel
Die Ausgangslage
- Es handelte sich um einen beim Kunden in Serienfertigung hergestellten Bearbeitungsautomaten für Halbleiter-Wafer. Von diesen Anlagen wurden pro Jahr ca. 25 Stück zu je ca. 300.000 € verkauft.
- Bei der Entwicklung der Anlage hatte man sich für dedizierte Hardware entschieden, da z.B. eine geeignete SPS–Lösung zum Zeitpunkt der Entwicklung noch um den Faktor 8 teurer gewesen wäre, was die Marktchancen der Anlage deutlich reduziert hätte.
- Das Herzstück ist eine zentrale CPU-Baugruppe mit hoher Leistungsfähigkeit, die kostengünstig bei RWS (ist das nicht nachteilig für RWS, wenn Sie Baugruppen eingesetzt haben, die vom Markt verschwinden?) in mittleren Serien hergestellt wurde. Diese Baugruppe hat Werte aus der A/D Baugruppe ausgelesen und weiterverarbeitet.
Das Problem: die A/D Baugruppe
- Der Hersteller Teledyne nahm den hier verwendeten AD Wandler TSC800 (16 Bit Dual Slope Verfahren) aus dem Programm.
- Ein Ersatzbaustein stand nicht zur Verfügung.
Die Rettung durch RWS: andere Bauteile – gleiche Schnittstelle
- Das Verhalten der alten Baugruppe wurde von uns nachempfunden, so dass an der Schnittstelle für die zentrale CPU Baugruppe kein Unterschied erkennbar war. Die Kosten für Entwicklung und Musterherstellung betrugen etwa 5.000€. Die Durchlaufzeit lag bei knapp drei Wochen.
- Der Kunde konnte seine Anlagen kurzfristig weiterverkaufen. Die Bereitstellung von Ersatzteilen für bestehende Anlagen blieb unproblematisch.
Lassen Sie uns über Werte reden – über wirklich relevante Zahlen.
Nachdem durch das fehlende Bauteil die Steuerung in der ursprünglichen Form nicht mehr gefertigt werden konnte, gab es folgende Lösungsansätze für die Weiterführung der Fertigung und für die Bereitstellung von Ersatzteilen für die Anlage.
Wettbewerberlösung 1:
Ersatz der vorhandenen Elektronik durch eine SPS

Wettbewerberlösung 2:
Einbau einer anderen A/D Baugruppe und Anpassung der Steuerung

RWS-Lösung:
Beibehaltung der restlichen Steuerung und Vermeidung von Softwareänderungen an der zentralen CPU Baugruppe

Ergebnis:
Nicht nur unter kurzfristigen wirtschaftlichen Gesichtspunkten war die RWS-Lösung unschlagbar:
- Die Serienfertigung der Anlagen konnte ohne Unterbrechung weitergeführt werden.
- Wartung und Ersatzteillieferung für ältere Anlagen bleibt unproblematisch.
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